Di 11.10.2005

... und es kommt noch schlimmer

Jetzt haben wir auch noch Sandpassagen. Schlittern eine Steigung runter, die wir ungern aufwärts machen würden. Autsch! Auf der anderen Seite geht es sandig bergauf. Schaffen es gerade noch so – sechs Mal das lustige Spiel! Der Staub ist überall. Irgendwann kommt erodierter Schlaglochasphalt. Kennen wir ja aus dem Niger. Da kommen wir immer am langsamsten voran – 12 km/h sind der Schnitt. Meist hängen wir links oder rechts schräg mit der einen Busseite am löchrigen Aspahltrestchen und mit der anderen 40 cm tiefer auf der Piste. Ein typischer Anblick in Afrika. Wenn wir Glück haben ist er Passagenweise vollkommen verschwunden. Fünf Stunden später sind wir dann endlich in N’Zeto. Ein Radfahrer geleitet uns zur katholischen Mission. Es wird dunkel. Wir können nicht mehr weiter. Sind total verspannt. 135 Kilometer waren heute einfach zu viel!

Der Padre ist nicht da! War wahrscheinlich der Mann im weißen Landrover, den wir vorher gesehen haben.

Padre H’Ippolite

Es ist bereits dunkel. Wir bereiten unser Abendessen, da kommt der weiße Landrover mit Padre H’Ippolite Mavusi. „Ich kann nur Portugisisch! Kein Englisch! Kein Französsich!“, teilt er uns mit. Wir dürfen bleiben. Fünf Minuten später wundern wir uns, weshalb er plötzlich perfektes Englisch und Französisch spricht. H’Ippolite war zuvor lange in Ghana, ist viel gereist und nun seit drei Jahren hier in N’Zeto in Angola. Zuvor mußte er ein ganzes Jahr auf sein Angolavisum warten, den er stammt aus der RDC, dem Kongo-Zaïre. Er gehört zum weltoffenen Orden der Missionare des göttlichen Wortes und ist aufopfernd um seine Gemeinde bemüht. Er spricht 8 Sprachen fließend, da er lieber lernt als zu lesen. Jeder kennt hier den engagierten Priester, den auch Andersgläubige um Rat bitten können. Die Messe wird am Sonntag mit fetziger E-Gitarrenmusik begleitet: „Schade, dass ihr am Sonntag nicht mehr da seid! Die Show würde euch gefallen!“ Da sind wir sicher.

Auf eine Mine aufgefahren

Vor einiger Zeit besuchte H’Ippolite ein abgelegnes Dorf und fuhr wie immer mit seinem Landrover auf den Dorfplatz. Die Dorfbewoner entsetzt: „Da hinten liegt doch noch eine Mine – Padre du kannst doch nicht querfeldein rein fahren!“ Die Mine hat zum Glück nicht ausgelöst – wohl für Panzer gedacht - und wurde mit einem Schuß in die Luft gejagt.

Kobrakillende Katzen

Der alte Sabonete, benannt nach der Seife, um die er immer jeden bittet, wohnt in der Mission. „Keiner kennt seinen richtigen Namen“, klärt uns H’Ippolite auf. Den Taubstummen Chico schließen wir sehr ins Herz – seine Gesten mit Singsang verstehen wir auch leicht ohne Worte. Er versorgt die Tiere der Mission: Schafe, Ziegen, Hühner, Hunde und Korbas tötende Katzen. Kein Scherz! Die Stubentiger killen wirklich mit Leichtigkeit, wie uns H’Ippolite versichert, die während der Regenzeit gerne einschleichenden Kobras. Der Oberkiller ist ein fast Terrier großer Kater – ein wahres Katzenmonster.

bald folgen weitere Fotos!

 





Kommentare

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