Di 22.3.2005

Die Oase Terjit

Von Ali sind es nur 20 Minuten zur Oase. Zuerst spazieren wir durch das Dorf, an dem das 21.Jahrhundert noch kaum Spuren hinterlassen hat. Die wohl temperierten Hütten der Einheimischen sind noch traditionell gefertigt. Ein einziges Haus hat eine gut versteckte Satellitenantenne samt Solarpaneelen, ansonsten könnten wir uns genauso gut im 12 Jahrhundert befinden.

Die Oase ist eine Wohltat nach dem Marsch durch die brütende Hitze bei 43 Grad im Schatten. Das Naß fließt an den Dattelpalmen vorbei. Ein warmes, natürlich belassenes und ein aufgestautes kühles Becken laden zum Baden ein. Zweiteres jedoch mit munteren Blutegeln, die uns sofort aus dem Wasser jagen. Dann doch lieber ins warme Thermalwasser mit den vielen kleinen Fischen. Wenn wir ruhig halten knabbern die Fische alte Haut weg – mit Gisis Schuppenflechte haben die Fischlein ihre helle Freude. Wirken ähnlich gut wie die Saugbarben der Thermalquelle von Kangal in der Türkei. Der Preis für den Oasenbesuch ist von 200 Ouguiya durch den anwachsenden Tourismus auf 1000 Ouguia, also rund 3 Euro hochgeschnellt , wie wir weit hinten an einem kleinen Häuschen, grob ausgebessert, heraus finden. Der Besitzer meint: „Ihr habt nur für eine Stunde bezahlt!“ – „Wie bitte?“ – „Ein Kaffee kostet in Europa doch auch 5 Euro!“ Aha der Nächste mit unrealistischen Kaffeepreisen, außerdem ist die Relation zu den Preisen im Land von Bedeutung.

Ali zeigt uns den improvisierten Kindergarten und lädt uns zum Essen ein.

Toutou, eine von Alis Töchtern sucht bereits seit der Ankunft die Nähe von Gisi und schenkt ihr ein mauretanisches Stäbchenspiel. Den Wasserball von Gisi verteidigt sie dann eifersüchtig gegen ihre Geschwister. An Rüdiger hängt Fatima mit 10 Monaten das Jüngste von Alis Kindern so oft es geht – am liebsten würde sie ihn den ganzen Tag umarmen und voll sabbern.

Italienischer Sandspezialist

Italiener wollen mit ihrem funkelnagelneuen Geländewagen den Sandhügel hinter Alis Haus bezwingen. Der erste Geländewagen mit einheimischen Fahrer bewältigt die Steigung mit Geschick. Der zweite mit dem neuen Prachtstück bleibt bereits am Anfang hängen und schiebt zu uns zurück. Rüdiger meint noch, dass 3,7 bar wirklich zuviel für den Weichsand sind. „Kein Problem ich habe Vierradantrieb!“ – „Das sehe ich schon, nur wirst du dir bereits beim Anfahren schwer tun.“ Kurze Zeit später gräbt sich der Geländewagenfahrer 20 Meter neben uns ein – die Bodenbeschaffenheit ist die Gleiche. Luft ablassen findet er noch immer unnötig und gräbt sich hurtig Vollgas gebend bis zur Bodenplatte ein. Die Schaufeln an seinem Geländewagen wären sicher toll für eine Sandkiste am Kinderspielplatz. Mit unserer Schaufel geht das buddeln dann schon viel leichter. Der Fahrer läßt seine beiden wesentlich älteren Begleiter buddeln. Mit dem zweiten Geländefahrzeug samt Bergegurt wird der Sandspezialist schließlich befreit. Seine beiden Begleiter beschließen nach Beratschlagung mit dem einheimischen Fahrer die Tour abzubrechen, da ihr Freund einfach unbelehrbar ist. In der offenen Wüste könnte dies ins Auge gehen

 











Kommentare

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