Di 6.9.2005

CONGOFAHRT TAG 10:

Wasserexpedition

Die Kontrolle in der kleinen Village verläuft schnell, man verwechselt uns dank Schweizer T-Shirt, von uns natürlich vollkommen unbeabsichtigt, mit dem Roten Kreuz.

Wasser holen wird mühsam! Die Menschen trinken alle das Wasser aus dem Fluß, nur die katholische Mission hat einen Brunnen – einen Kilometer entfernt. Fast zwei waren es dann wirklich! Rüdiger schiebt abwechselnd mit Ismael die Scheibtruhe, die uns die Mission geborgt hat, mit 80 Liter Wasser retour, in Richtung Dauphin. Weshalb müssen sie die europäische Variante haben? Die chinesische Scheibtruhe hat das Rad genau in der Mitte und wir könnten mühelos die fünffache Menge befördern! Das Schiffshorn ertönt und wir sind noch nicht einmal auf halber Strecke. Mist! Nach dem Markt kommt uns die Frau des Sous Prefet im Geländewagen nach und führt uns zum Schiff zurück. Glück gehabt! Danke!

Zoff am Schiff

Alidou, der Steuermann kommt mit Henri und den Führenden der Crew in Rage, er möchte seinen Lohn ausbezahlt bekommen. In Bangui hat er gebeten ihm die Heuer erst in Brazza vollständig auszuzahlen, ansonsten versäuft er glatt alles. Nicht dumm! Leider befindet sich das Geld, das ist in Afrika nun einmal so, nicht mehr in der Kasse. Es gibt erst wieder Geld in Brazza! Alidou prügelt sich mit den anderen im Steuerhaus, die ihn versuchen zu halten, während er wie rasend seine Schläge und Tritte austeilt. Nach zehn Minuten ist der Spuk vorbei und Alidou sitzt niedergeschlagen in einer Ecke und ist seinen Job los.

Es kommen Pirogen mit Palmwein vorbei. Der echte Renner. Innerhalb einer halben Stunde ist alles verkauft – Prost! Schmeckt nicht schlecht, wie Sturm und putzt auch dementsprechend durch.

Eine Kuh geht heute auch wieder mal schwimmmen...

Tropengewitter

Eine Stunde vor Sonnenuntergang beginnt ein gewaltiges Tropenewitter – unglaubliche Energien werden freigestzt. Die Donnerschläge rollen richtiggehend über den Congo. Bald muß Henri die Dauphin ranfahren, da die Sicht gegen Null gesunken ist und wir ohne jegliche Instrumente praktisch blind sind. Heute am 10. Tag sollten wir spätestens in Brazzaville eingetroffen sein, wie es auch der Vertrag mit den Nomaden vorsieht. Inzwischen sind bereits sechs Kühe verendet und auch unser Visa läuft in zwei Tagen ab. Jetzt stehen wir eben wieder wegen einem Unwetter in Parkposition. Täglich gibt es neue unvorhergehene Dinge, die man eigentlich einkalkulieren sollte. Die Dauphin fährt die Strecke schließlich nicht zum ersten Male.

Die Mannschaft, ausgenommen Henri ist sich einig, wer das Gewitter herbeigehext hat: Alidou, der Steuermann.

 








Kommentare

Anzeige: 1 - 3 von 3.
 

cheap car insurance in fl cheap car insurance in florida aus 0BatCLW7

Samstag, 25-10-14 11:58

Information is power and now I'm a !@#$ing dictator.

 

rate auto insurance compa rate auto insurance comparison aus uFGht89G

Freitag, 28-03-14 19:46

Slam dunkin like Shaquille O'Neal, if he wrote informative articles.

 

Larabien Larabien aus Viwg1cK8F

Mittwoch, 01-01-14 18:42

I was struck by the hotnesy of your posting

 
 

Kommentar abgeben

Ins Gästebuch eintragen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz