Di 9.8.2005

Tropenholz für Europas Wohnzimmer

Riesige Baumstämme werden Richtung Küste transportiert. Mit Unbedenklichkeitsbescheinigungen versehen veredeln sie dann beispielsweise als Boden die Häuser...

Hürdenlauf durch die Straßensperren

Bei der ersten Sperre wieder mal wichtig die Polizei. Inzwischen kennen wir die Psyche der Beamten schon ganz gut. Bei der Registrierung verschreibt sich der arme Polizist immer wieder und möchte nach der Demonstration seiner Fähigkeit auch noch Geld dafür. „Non, bien sur non!“ – „Nein, sicherlich nicht!“, erklärt Rüdiger bestimmt. Die Diskussion ist eröffnet und nun erzählt man dem Beamten von Freunden aus Bangui, droht mit Personen die man von der Grenze her kennt, usw. Der Polizist hat den Paß inzwischen durchgeblättert und sieht, dass keine anderen Stempeln außer den Einreisestempeln drinnen sind. Er weiß damit, daß wir nicht bezahlen, denn dann gibt’s von seinen sauberen

Kollegen einen angeblich notwendigen Visastempel. Gisi gesellt sich dazu und fragt unschudig: „Ah, es gibt ein Problem!“ – „Nein, nein! Wir wollen nur eine kleine Unterstützung.“, der korrupte Polizist, der nun seine Felle davon schwimmen sieht. Gisi kontert: „Wir sind schon so lange unterwegs und könnten eine Unterstützung ganz gut gebrauchen!“ Nun ist der Beamte irritiert und damit von seine Geldforderungen abgekommen. Er fragt nett nach Kaffee. Da er sehr freundlich geworden ist und da die Situation inzwischen zur Gaudi von allen Beteiligten immer lustiger wird geben wir ihm den Rest von unserem abscheulichen Kaffee aus Mali. Couscous interessiert ihn auch noch, also eine Portion abgefüllt. Eine Portion Matetee bekommt er als Draufgabe unter der Bedingung, dass nun Schluß ist. Die Umstehenden Einheimischen grinsen nur noch, ebenso die Kollegen von der normalerweise nicht so korrupten Gendarmerie. Der Schranken geht hoch und weiter geht’s bis zu den nächsten Wegelagerern, die jedoch nie etwas bekommen.

Vorsicht Douane - Zoll

Viele Posten später ist wieder mal so ein Douane, also ein Zollposten mitten im Land. Die wollen immer eifrig unser Passavant stempeln. Wir erklären bereits im vorhinein, dass dies nicht nötig sei. Wieder will man 5000 CFA, rund 7,5.- EUR. Rüdiger verweigert diesmal ziemlich barsch, also ab zum Chef der gerade sein Hühnchen verspeisen will. Rüdiger mit tiefer Stimme: „Also ich erkläre es ihnen auch noch gerne einmal. Wir haben bereits an der Grenze einmalig bezahlt, die haben mir erklärt dass ich nichts mehr bezahlen muss und alles andere nicht rechtens sei. Afrika ist ja inzwischen nicht mehr korrupt und ich denke auch die ZAR ist inwischen in Ordnung.“ – „Was wir sind korrupt?“, der Zöllner. „Bitte genau zuhören, dass habe ich natürlich nicht gesagt, ich denke die ZAR ist auch nicht mehr korrupt!“ – Er versucht Rüdiger festzunageln: „Die 5000 CFA zu bezahlen wäre also Korruption?“ – „Das weiß ich leider nicht, dass werde ich meine Freunde in Bangui fragen müssen. Die benötigen dann auch noch ihren Namen!“ Die ganze Show mit einer Portion Überheblichkeit, monoton bestimmend vorgetragen verfehlt ihre Wirkung nicht. Nach zehnminütiger Diskussion dürfen wir ohne zu bezahlen weiter.

Duechkommen mit Kommandoton

Die weiteren Posten, besonders die de Militärs meistern wir mit Bestimmtheit. Einmal hält man uns sogar für Diplomaten. Lästige Untergebene verweisen wir immer an den Chef: „Wir können weiter haben sie doch gerade gehört! Machen sie den Schranken auf!“ – Unglaublich, doch die untergebenen Militärs sind Befehlston so gewohnt, dass sie einfach gehorchen. Sehr praktisch!

Übernachten bei der Mission

In Bosembélé übernachten wir bei einer evangelischen Mission. Kinder lugen immer wieder ums Eck der Kirche und grinsen verschmilzt, wenn man zurück guckt. Das ganze wird zum lustigen Spiel, bis der Jonahan Chef der Krankenstation die Kinder verjagt. Wir sind hundemüde, denn die vielen Straßensperren kosten viel Energie, wie zehn Prüfungen hintereinander. Die Amerikaner, die die Station bauten und betreuten sind 2003 beim Bürgerkriegsbeginn geflüchtet und nicht mehr zurückgekehrt. Jonathan ist ein lebenslustiger mensch, dem jedoch in den letzten Jahren das Lachen gründlich vergangen ist. Hier bei uns hat es extrem gewütet. Die Bevölkerung ist weit in den Busch geflüchtet, die anderen wurden getötet und alles verwüstet...

 









Kommentare

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