Do 11.8.2005 – Di 23.8.2005

Wir verhandeln mit Socatraf. Nach zwei Tagen ist der Preis bereits deutlich reduziert, doch noch immer zu teuer. Henri macht uns einen guten Preis, wir besorgen uns die Visa, da es am Dienstag losgeht.

 

Buntes Marktreiben

Am Rückweg kommen wir immer am Markt vorbei und decken uns regelmäßig mit Papayas, die hier so köstlich schmecken und Maracuja, den köstlichen Pasionsfrüchten, ein. Lebende Raupen, ein guter Proteinspnder, werden auch angeboten. Rüdiger überlegt es sich einmal ein paar zu kosten, aber erst bei nächster Gelegenheit. Es ist jedes mal eine Freude durch diesen so reichhaltigen Markt zu schlendern. Einkaufen macht seit dem Tschad wieder Spaß. Seit wir in Zenralafrika unterwegs sind, versucht man uns nicht mehr so unverschämt wie in den meisten Westafrikansichen Ländern auszunehmen. Hier reichen ein paar kurze Erklärungen und die Preise sind in Ordnung. Wir kaufen dann bei der Händlerin in Großmengen ein und es gibt immer ein paar Dinge dazu, wie am Brunnenmarkt in Wien. Seit dem zweiten Tag hat dies der gesamte Markt begriffen und wir können auch mal schnell ein paar Bananen kaufen.

 

Heute ist Sonntag und wir sind noch immer in Bangui. Die Dauphin habe Probleme mit der Verladung der Kühe, erzählen uns die Buschtrommeln.

Wir gehen unserer Routine nach: Internetcafe dann ins levantinische Restaurant Phenicia und abschließend auf eine Cola zu Hani, einem libanesischen Händler, der lange in Saudi Arabien arbeitete.

 

Der österreischische Honorarkonsul

Wir haben jetzt viel Zeit und besuchen auch mal den österreichischen Honorarkonsul und Leiter des Verbindungsbüros zur Botschaft von Deutschland in Kamerun, wie uns Renate vom DED im Tschad empfohlen hat. Herr DI Weinstabel, gebürtiger Wiener und seit rund 25 Jahren im Lande plaudert mit uns angeregt. Er skizziert uns eine weitere Option, falls es mit dem Schiff nicht klappen sollten, eine Route über den Südsudan. Leider ist unser Auto dafür, wegen der defekten Kolbenringe zu angeschlagen, die Straßen und Brücken außerdem auch nicht mehr existent: „Die Einheimischen tragen einen Jeep dann glatt durch!“ – „Dafür sind wir aber nun wirklich zu schwer!“

 

Gratis Visaverlängerung

Die Botschaft des Congo-Brazzaville verlängert uns gratis die Visa. „Seid ihr sicher, dass sie am Mittwoch abfahren!“ – „Eigentlich schon.“ Der Botschaftsangestellte lächelt vielsagend.

 

Besuch vom Konsul

Herr DI Weinstabel besucht uns im Hafen, man hat ihn zuvor 2 Mal nicht hereingelassen, da wir unterwegs waren. Die Situation, die er sieht, als er auf uns zukommt muß befremdlich auf ihn gewirkt haben. Rüdiger fotografiert gerade mit den Polizisten im Hafen herum – dabei gilt hier mehr noch wie in der restlichen Stadt absolutes Fotografierverbot. Der Lieutnant M. hat es eben erlaubt und deshalb steckt Rüdiger noch nicht im Loch. Wir trinken ein gemütliches Bier, plaudern über die Zentralafrikanische Republik und unsere Reise. „Sie lassen euch hier wirklich unbehelligt? „ - „Solange wir die Löwen mit Bier und Fiakerkaffee bei Laune halten sind sie direkt nett zu uns. Seit ein paar Tagen verstehen wir uns mit ein paar sogar ausgesprochen gut und erfahren interessante Geschichten.“, erzählt Rüdiger und denkt sich insgeheim: „die wir leider nicht alle veröffentlichen können.“ Die beiden Kinder von Konsul Weinstabel studieren in Frankreich.

 





Kommentare

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Paolo Paolo aus E4M1kiYJ

Mittwoch, 01-01-14 00:32

was machst Du denn z.Bsp. mit einem Fahrlehrer aus Lausanne in der franzf6sisch srhpceenden Schweiz. Ist seine Webseite den nun wirklich ffcr alle franzf6sisch srhpceenden Nationen relevant? Ich denke doch eher nicht. Die Problematik, dass die meisten Webmaster einfach soweit mf6glich alles aktivieren, egal ob der Inhalt ffcr Region, Nation oder Kontinent passt, ist sehr gross. Bei Nachrichten- oder Themenwebseiten kann es aber durchaus interessant sind, wenn diese mf6glichst breit gestreut angezeigt werden.

 
 

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