Fr 4.3.2005

In einer Woche: Österreich – West-Sahara

Die Polizei hielt die ganze Nacht oben auf der Klippe Wache. Wir waren gerade mit der Morgentoilette beschäftigt, da kam der perfekt hergerichtete Toyota-Geländewagen, Baujahr so gegen Anfang der Achtziger, den wir nur aus der Entfernung gesehen hatten, auf uns zu. Eindeutig Österreicher, die rot weiß rote Flagge auf den Türen, wie wir. Stephan, der Fahrer begrüßte uns mit den Worten: „Hallo, grüß euch. Wir halten seit Agadir nach euch Ausschau. Andrea und Mario haben uns von euch erzählt. Haben euch gestern schon gewunken.“ – „Haben wir leider übersehen.“ Sein Beifahrer: „Habt’s vorn einen Reifen drauf, daran haben wir euch gleich erkannt.“ Die beiden sind vor einer Woche in Österreich losgefahren, seit 2-3 Tagen in Marokko. Sie wollen erst in Ghana und Burkina Faso das rekordverdächtige Reisetempo drosseln und dann auf ähnlicher Route wie wir weiter durch Afrika. Stephan hat in Burkina Fasso und Ghana während seines Medizinstudiums gearbeitet . Er legt uns vor allem den Alaska-Beach in Ghana ans Herz. Vielleicht sehen wir uns den mal an.

Genze zu Togo ist dicht

Latest News: Die Grenzen zu Togo seien derzeit wegen des Präsidentenputsches dicht. Schade, wollten dort Verwandte von Bedi, einem Freund von Rüdigers Familie besuchen. Die Situation könnte sich jedoch in wenigen Wochen auch wieder ändern. Da die beiden heute noch die Grenze zu Mauretanien erreichen wollten sausten sie bald weiter. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege wieder auf der Route.

Gisela und Gerolf‘s Expeditionsmobil

Beschlossen dann einen Tag an diesem schönen Strand zu verbringen. Wir gingen zuerst einmal zum letzen verbliebenen Expeditions-LKW. Unsere Ankunft wurde gleich von Rocky, einem Rhodesian Ridgeback lautstark gemeldet. Braver Wachhund! Sein Herrchen Gerolf beruhigte Rocky und begrüßte uns herzlich. Gerolf, vor seiner Pensionierung bei Siemens als Ingenieur für die Stromversorgung von Eisenbahnstellwerken tätig, und seine Frau Gisela sind viel gereist. Waren früher oft in Ägypten unterwegs und die letzen Jahre in Marokko. Mit dem vor 5 Jahren nach Gerolfs Plänen, speziell ausgebauten MAN-LKW, haben sich die beiden ein rollendes Zuhause geschaffen - samt großer Dusche! Ganz fertig ist der LKW natürlich noch immer nicht. Dem Tüftler Gerolf fallen immer wieder neue Verbesserungen ein. Rüdiger geht es genau so. „Die Fahrzeuge sind mit der Zeit immer größer geworden und wenn man älter ist weiß man Komfort zu schätzen.“, meinte Gerolf. Gisela backt auch für ihr Leben gerne und so findet sich in der komplett ausgestatteten Küche neben einem Mikrowellenherd natürlich auch ein Backofen.

Der Fantakuchen

Giselas Fantakuchen schmeckt besonders gut und ist ganz einfach: 4 Eier, 3 Tassen Mehl, 2 Tassen Zucker, 1 Tasse Öl und eine Tasse Fanta als Treibmittel.

Gerolf war eine richtige Plaudertasche erzählte uns viel aus seinem Berufsleben bei Siemens, seinen Erfahrungen durch die Betreuung bei Ralleys und von den Erlebnissen unterwegs. Eine Geschichte über Klaus Därr, der das gleichnamige Expeditionsausrüstungsgeschäft in München betrieb, und seit rund zwei Jahren auf Weltreise unterwegs ist, gab Geolf auch zum Besten. Klaus hat eines von seinen vier Sandblechen auf einer Piste in der Nähe von Agadir im Sand verloren. Normalerweise ein Ding der Unmöglichkeit, doch hochgerüstete Epeditions-Spezialisten schaffen anscheinend alles. „Der Expeditions-LKW hatte sich eingegraben. Erika, seine Frau fuhr los und organisierte einen Einheimischen Abschlepper. Der kam, sah sich die Blamage aus der Entfernung an und verschwand wieder. Ein LKW vom Militär, den Erika dann auftrieb half auch nicht weiter. Klaus kam erst nach Tagen mit der Hilfe von einigen Einheimischen und einem mit den Rädern unauffindbar verbuddelten Sandblech wieder frei. Von meinen wollte er dann eines abkaufen, doch ich brauche selbst vier Stück.“

Unsere Wachhunde

Wieder beim Auto sahen wir zwei Hunde, die sich langsam an uns herantasteten. Die beiden wurden unsere Wachhunde für die Nacht und bekamen auch von unserem Essen etwas ab.

Unsere 1. Wachhunde meldeten dann auch gleich die sich langsam nähernde Polizei. Nach einem kurzen netten Pläuschchen fuhren sie wieder in die Dunkelheit. Denken jedoch das ihre Sorge unbegründet ist, da die Polisario wohl auf die Unterstützung von Europa und der UNO bezüglich freier Wahlen baut. Doch Bodenschätze sind immer wieder ein Fluch in Afrika – hier neben Kupfer und Kobalt auch Erdöl und Uran.

 









Kommentare

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