Mi 10.8.2005

Routine mit denWegelagerern

Inzwischen haben wir Routine mit den Wegelagerern und wir kommen immer schneller durch die Sperren, besonders seit wir uns den wir sind ganz wichtig-Ton von den Vorgesetzten hier zu eigen gemacht haben. Bei den Militärs funktioniert dies am allerbesten. Besonders gut bei den Straßensperren, die, wie uns Mr. Z. mitteilte, den jungen Militärs geschenkt werden, damit sie auf keine blöden Gedanken kommen. Der Militär kommt ans Auto, die Scheinwerfer bei Tag aufgeblendet, der Motor am Laufen. Rüdiger fixiert ihn mit versteinertem Gesicht und denkt sich: „Du läßt mich jetzt sofort durch!“ Nie aussteigen ist besonders wichtig, daß nimmt den meisten die Schneid... Die ausländischen Afrikaner nennen die Straßensperren das 2000.- CFA-Problem, da die Beamten immer für jede einzelne Registrierung soviel verlangen – nicht nur von uns weißen Ausländern. Die Einheimischen zahlen zwischen 500 – 1000 CFA, auch nicht gerade billig. Die Gendarmen verhalten sich in der Regel korrekt und spielen bei dem üblen Spiel nicht mit. Sie sitzen oft daneben und denken sich ihren Teil über ihre Kollegen.

Eine Douane, Zollstation vor Bangui ist dann noch besonders hartnäckig und will am Passavant Descriptif, der temporären Einfuhrgenehmigung ihren Stempel hinterlassen. Rüdiger vorbauend: „Jeder von den Zollleuten hat zwar gestempelt, doch doch es ist nicht notendig noch etwas zu bezahlen, wie mir ihre Kollegen an der Grenze versichert haben!“ Er nimmt dem Beamten das Passavant aus den Händen, der damit sein Druckmittel verliert, doch er versucht es trotzdem: „Ça fait 5000 CFA!“ – „Wenn ich meine Freunde in Bangui treffe, werden ich ihnen davon erzählen. Ich benötige dann nur noch ihren Namen!“ Wir können weiter.

Ankunft in Bangui

Die Sperren sind eine einzige energiezehrende Kraftprobe. Nach gezählten 11 Stück sind wir froh endlich in Bangui, der Hauptstadt der Republique Centafricaine, der RCA, auf deutsch ZAR, anzukommen. Die letze Sperre war besonders lustig. Der Polizist steht mit einer heruntergelassenen Kette an der Straße, wir fahren dicht an einen Geländewagen und beschleunigen. Der verdutzte Polizist kann die Kette nicht mehr hoch reißen, ohne Verletzungen zu riskieren. Bis er sich von seinem Schock erholt hat sind wir schon längst weiter und so schnell am Hafen, dass wir es kaum glauben können. Davor das Socatraf-Gebäude, der Schiffsgesellschaft mit der wir den Ubangi und Congo nach Brazzaville. der Hauptstadt der Republik Congo, hinabschwimmen wollen.

In die Höhle des Löwen

Roberto, ein Securitymann erklärt uns, dass keiner mehr da ist und wir morgen wieder kommen sollen. Wir verstehen uns auf Anhieb und fragen ob wir am Gelände von Socatraf übernachten dürfen - geht leider nicht. „Ihr könnt jedoch am Parkplatz davor stehen, sagt nur der Polizei drinnen im Hafen Bescheid!“ Also auf in die Höhle des Löwen: „Davor geht nicht, der Parkplatz gehört zur Bank!“ – „Können wir vielleicht eine Nacht hier im Hafen verbringen? Wir schlafen eh im Auto!“ – „Kurze Beratung mit dem stellvertretenden Chef des Hafens: „Ok, eine Nacht, doch wir möchten gerne das Auto sehen!“ Wir sind drinnen und gut bewacht. Das Auto ist besonders interessant und Rüdiger erklärt alles genau, dabei haben die beiden Polizisten nur Augen für die leere Bierflaschen: „Habt ihr noch welches?“ – „Nein, doch wir besorgen welches und bringen euch auch ein paar Flaschen mit!“ – freudestrahlende Gesichter.

Wir sind am absolut verbotenen Ort in der Höhle des Löwen. Weiße die sich nach 15 Uhr beim Hafeneingang blicken lassen können verhaftet werden.

E.T. Besichtigung

Wir werden von zig Leuten besucht, jeder will die E.T.s sehen. Die Fragen sind ähnlich: „Was, damit seid ihr wirklich durch die Sahara gefahren? - Echt 17000 Kilometer? – Das ist aber schon ein Vierradfahrzeug? – Ist der nicht viel zu niedrig? – Wie sind die Straßen in der ZAR im Vergleich mit anderen Ländern? – Habt ihr keine Angst? – Was im Tschad kann man jetzt unbehelligt reisen? - ...“

Der Kapitän und sein Maat

Am Abend kommen Kapitän Henry K. Delmotte mit seinem Maat Anicet von der Dauphin vorbei, mit denen wir sofort angeregt und offen plaudern können. Die beiden sind aus der Republique Democatique du Congo – der RCA - Zaïre. Sie leben und arbeiten in der Republique Congo – der RC - Kongo Brazzaville. Henry kennt sich hevorragend in Geschichte aus, nennt uns sogar die Eltern von Hitler und weiß genau, dass er aus Braunau in Österreich stammt – Respekt! Er skizziert uns im Schnelldurchlauf die Geschichte des Kongo – Zaïre und schildert uns auch genau die derzeitige Situation samt dem Konfkikt im Nordosten. Endlich verstehen wir die Zusammenhänge genauer und werden diese bei Zeiten in einem Reisebericht, in der gleichnamigen Rubrik unserer Homepage näher erläutern.

 






Kommentare

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