Mi 6.4.2005, Do 7.4.2005 Fr 8.4.2005

Visa für Mali

Die Botschaft von Mali zu finden war gar nicht so einfach – sind zuerst bei der Botschaft vom Senegal gelandet – gleiche Flagge, jedoch mit Stern. In der Botschaft von Mali bekommen wir schnell und unkompliziert die Visa in unsere Pässe gedrückt und er empfielt uns die Grenze bei Nioro, die Straße dorthin sei vollkommen neu ab AyoÜn el ´AtroÜs, zu queren. Klingt gut in unseren Ohren, fahren wir eben nicht über Nema.

In der Nähe der Botschaft befindet sich auch ein Internetcafe mit extrem schnellen Leitungen, dass uns Raoul empfohlen hat, wo wir den gesamten Nachmittag verbringen.

 

Viabrachy

Lernen Franzosen von Viabrachy, einer Organisation zur Resozialisierung von gestrauchelten Jugendlichen kennen. Carine ist das erste mal als Betreuerin auf der bereits 6 Monate dauernden Tour durch Marokko, Mauretanien, Senegal und Mali mit dabei. Die Idee dahinter ist, dass die Jugendlichen durch die Reise andere soziale Konzepte kennen lernen und die Arbeiten des Alltags selbst zu erledigen lernen. „Wichtig ist es, dass die Jugendlichen auch immer wieder für eine Woche bei einer einheimischen Familie den Alltag mit erleben und sich eingliedern“, meinte dann Jean Pierre, der Chef der NGO zu Rüdiger. Er findet auch unsere Reise toll und meint, dass wir jetzt noch die Chance hätten so einen Traum zu verwirklichen: „In ein paar Jahren wird sich die Gesellschaft so zum Negativen in Europa gewandelt haben, dass so eine Reise ein Ding der Unmöglichkeit wird – außer du bist wohlhabend.“ – Na hoffentlich hat er mit seinen pessimistischen Zukunftsprognosen nicht recht! „Mein Projekt findet der französische Staat zwar immer noch toll, doch die Gelder werden immer mehr gekürzt.“, meint er nachher ein wenig nachdenklich zu uns.

5 Straßensperren auf 50 Kilomter - Route de l’Espoir

Kommen durch die vielen Plaudereien mit den Franzosen und Deutschen erst spät weg. Die ersten 50 Kilometer sind auf der Route de l’Espoir, der Straße der Hoffnung, 5 Straßensperren durch die Polizei und Gendarmerie. Wir werden jedoch meistens durchgewunken. Einen hartnäckig nach Cadeaux bettelnden Polizist bringen wir mit den Fragen: „Weshalb gibt es so viele Straßesperren? Ist die Strecke für Touristen denn gefährlich?“, vollkommen aus dem Konzept. „Natürlich nicht! Die Kontrollen sind nicht wegen den Touristen!“ und winkt uns weiter.

Es gibt ausserdem viele mit Hingabe selbst gemalte und teilweise gefälschte Zoll- und Polizeischilder - wenn kein Uniformierter in der Nähe zu sehen ist, fahren wir einfach weiter.

 

Haben heute nach der 20. Straßensperre zum Zählen aufgehört – 30 werden es schon gewesen sein. Die meisten Beamten sind sehr nett und korrekt, manche dafür umso lästiger – Cadeaux gibt’s wie immer aus Prinzip nicht!

Straße der toten Tiere

Die Route de l’Espoir haben wir in die Straße der toten Tiere umbenannt. Permanent liegen in kurzen Abständen Kamel-, Ziegen-, Schaf-, Esel- und Hundekadaver am Straßenrand – haben wohl alle zur falschen Zeit die Straße gequert. Auch wir haben schon einige Male schärfer bremsen müssen!

Abschleppdienst

Sehen mitten in der Wüste einen heruntergekommenen Mercedes Campingbus mit einer Panne. „Der Bus hat zwar deutsches Kennzeichen, ich spreche jedoch überhaupt nicht deutsch!“, ruft uns Florian, der aus Paris stammende Fahrer auf deutsch bei der Begrüßung zu. Er spricht jedoch perfekt Englisch mit uns. Er hat beim Schrauben einen Befestigungsteil der Bezinpumpe abgebrochen. Wir nehmen den Mercedesbus aus dem Jahre 1976 in Schlepptau. Mit Florian reist noch seine Freundin Elaine samt zwei Hunden. Die beiden wollen nach Bamako, um den Bus verkaufen und mit dem Erlös eine Bar in der Hauptstadt von Mali eröffnen. Fünfzehn Kilometer retour finden wir in einem kleinen Ort einen Mechaniker, der mit Metallkleber in wenigen Minuten die Pumpe wieder befestigt hat.

Der Breitschwanzskorpion – tödliche Schönheit

Sehen am Abend gleich hinter Hidalgo einen großen Skorpion regungslos in Drohstellung verharrt. Rüdiger fotografiert den Breitschwanzskorpion vorsichtig von allen Seiten, denn nur zu gut erinnert er sich an den Stich des Skorpions in Namibia. Danach möchte er ihn natürlich keinesfalls umbringen und trägt den wehrhaften Burschen mit der Sandschaufel weg. Leider macht ihm der Skorpion nach dreißig Metern einen Strich durch die Rechnung und läuft wieder auf das Licht in unserem Nachtlager zu. Es bleibt uns leider nichts anderes übrig als ihn mit der Schaufel zu erschlagen. Rüdiger fühlt sich danach richtig mies, doch den Luxus ihn leben zu lassen können wir uns in Afrika einfach nicht leisten. Zu leicht kann er sich unter dem Zelt oder sonst wo verkriechen und ist damit eine potentielle tödliche Gefahr. Der Breitschwanzskorpion gehört zu den giftigsten Vertretern seiner Gattung – Sims korrigiere mich, falls ich mich irre - und Gisi fällt dazu tröstend die Parabel vom Frosch und dem Skorpion ein. Ein Frosch möchte über den Fluß schwimmen. Der Skorpion bittet den Frosch ihn auf dem Rücken mit zu nehmen. Darauf meint der Frosch: „Du würdest mich stechen und umbringen!“ – „Ganz sicher nicht, denn sonst würde ich auch sterben!“, darauf der Skorpion. Der Frosch nimmt den Skorpion auf den Rücken und mitten im Fluß sticht der Skorpion zu. Sterbend fragt der Frosch: „Jetzt stirbst du doch auch! Weshalb hast du das getan?“ – „Weil ich ein Skorpion bin und es in meiner Art liegt!“

„Ich fühle mich trotzdem ganz mies bei der Sache. War eine Kurzschlußreaktion!“, jammert Rüdiger.










Kommentare

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