Mi 6.7.2005

TAG 7

Bega Sola am Lac Tchad, Tschadsee

Wir haben nur noch Wasser für eineinhalb Tage, zu wenig Diesel und unser Passavant Descriptif, die temporäre Einfuhrgenehmigung für Hidalgo gilt nur noch heute. Wir entscheiden uns nach Bega Sola statt nach Bol weiterzufahren. Dorthin sind es nur mehr rund 10 sandige Kilomter ab der Sandalptraumkreuzung. Die Hauptpiste ist unglaublich: 50m breit und von tiefen LKW-Spurrillen durchzogen – unmöglich dort zu fahren, nur mit sehr hochgelegten Geländewägen. Also weiter durchs Gelände, zum Glück ist es hier jetzt grüner und der Sand dadurch ein wenig befestigt. In Bega Sola weiß man bei der Präfektur und beim Douane, Zoll nicht viel mit uns anzufangen, denn die Verlängerung für das Laisser Passant ist nur in Bol möglich. Wir werden durch das verschlafene Städtchen geführt und sehen zum ersten Mal den Lake Chad - sieht irgendwie dem Neusiedler See ähnlich – nur viel, viel größer. Vögel tummeln sich in Papyrusstauden und draußen schwimmen einige Boote aus Nigeria. Am Markt decken wir uns mit Zwiebeln, dem einzigen Gemüse und Limonen, dem einzigen Obst neben Datteln, ein. Die gelblich-trübe Brühe, das Wasser, werden wir filtern müssen. Beim Elektrizitätswerk, ein großer Dieselgenerator, schenkt uns der japanische Chef einen Kanister Diesel. Danke! Er meint, dass unsere Reifen defekt sein müssen. „Nein, wir sind kein 4x4 und haben für Sand vorne 1,5 und hinten 1,8 bar drinnen!“ – „Das ist doch ein Scherz!?!“ Der gute Mann glaubt Rüdiger dies nicht ganz, schließlich kommen ausnahmslos nur 4x4 bis hier durch.

 

Zum x-ten Mal vergraben

Am Weg zurück Richtung Sandalbtraumkreuzung gräbt sich Hidalgo bei einer Weichsandüne ein. Eigentlich hätten wir sie links umfahren können, doch wir wurden uns zu spät darüber einig. Normalerweise auch kein Problem, wenn der Sand darunter nicht durch die Feuchtigkeit eine schlecht tragende Konsistenz bekommen hätte. Sieht zuerst auch sehr einfach aus, nach dem zweiten Mal ausschaufeln kommt ein Toyota-Pickup vollbeladen mit Fahrgästen vorbei, die uns schieben helfen. Erst beim dritten Mal und einem gefällten Busch sind wir befreit.

Die vielen Glühwürmchen und der schöne Sternenhimmel lassen uns die Mühen des Tages bald vergessen. Rüdiger hat sich zum zweiten Mal auf der Reise Läuse eingefangen, weil die Kids bei der Wasserpumpe in Bega Sola permanent herandrängten. Es hilft nichts – ausziehen und mit einer Wasserphyretrumlösung – ein natürliches Insektizit, gewonnen aus einer Chrysantemenart -, von oben bis unten einsprühen. Mit der unverdünnten Lösung desinfizieren wir die Kleider und die Sitze.

 

 




Kommentare

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