Mi 9.2.2005

Die Nacht war kalt, ganz besonders kalt. Wir waren froh uns noch die Schlafsäcke geholt zu haben, denn unter vier bis fünf Lagen Schafwolldecken fühlt man sich wie lebendig begraben. Die Landschaft war über Nacht verschneit im auf dem in 1600 m in Paßhöhe gelegenen Bab-Berret. Die Fahrt durch die verschneite Landschaft erinnerte uns sehr an zu Hause. Die Schneeketten, eigentlich für Schlammfahrten mitgenommen, mussten wir nicht anlegen. Noch war der Schnee gut griffig. Unter den Anbietern von Marihuana hatte sich die gestrige Aktion wohl auch wie ein Lauffeuer verbreitet. Die ersten Kilometer nach der Ortschaft bot uns keiner mehr was an. Dies änderte sich jedoch bald, doch mit freundlicheren Geschäftsmethoden als abends zuvor. Die Landschaft änderte sich kontinuierlich und eindrucksvoll. Dazwischen die ersten deutschen Touristen fleißig beim Einkauf der verbotenen Ware. Ein Einkaufssack wechselte gerade den Besitzer, als wir um die Ecke bogen. Bald waren wir aus dem Hanfanbaugebiet raus. Dementsprechend entspannt genossen wir das Mittagessen in einer Pizzeria – kommt schließlich aus dem arabischen Raum.

Diesmal begannen wir rechtzeitig mit der Suche nach einem Schlafplatz, man wird schließlich klüger. Auf der Karte fand Rüdiger eine nette kleine Abzweigung, die wir gleich versuchten. Zuerst mehr oder weniger asphaltiert, dann beste Schotterpiste. Die Landschaft erinnerte an die Weite und die grüne der Mongolei. Dazwischen immer wieder die traditionellen, malerischen Gehöfte der Bauern. Nach rund zwanzig Kilometern nahmen wir eine Abzweigung in einen Karrenweg. Im Schrittempo ging es einige Kilometer weiter, bis wir ein ansprechendes Gehöft fanden. Wir waren in A oulade Dehou gelandet. Cherife und seinem Sohn war es nicht so einfach unser Begehren zu erklären. Schließlich verstand er durch Gestikulierung. Er bot uns gleich in sein Gehöft rein, direkt vor sein Haus. Minuten später war Tarik, der Franzöisch- und Arabischlehrer geholt. Er lud uns in sein Haus auf einen Tee ein. Marokko spielte am Abend gegen Kenja. Zwei Freunde, ebenfalls Lehrer, die französisch sprachen, gesellten sich dazu. Der Fernseher lief in Ermangelung von Elektrizität mit schwacher Batterie und hielt gerade noch das Match durch. Die Stimmung stieg mit jedem Treffer der Marokkaner – 5:1 das Endergebnis zu Gunsten Marokkos.

Tarik ist seit kurzem verheiratet – das schmucke Hochzeitsfoto der einzige Zimmerschmuck neben den Weintrauben mit den 99 Namen Allahs. Licht spendet stimmungsvoll eine Glühstrumpflampe. Seine Frau lebt mit dem Baby in Fes. Am Wochenende fährt er zu seiner Frau in die Stadt. Tarik arbeitet Ehrenamtlich bei zwei Organisationen mit, die sich für Kinder und deren Bildung einsetzen. Bücher sind leider teuer und nicht für alle erschwinglich. Die Vision ist es eine kompletter Leihbibliothek mit den wichtigsten Büchern für die gesamte Region in mehrfacher Ausführung einzurichten.

Für den nächsten Tag wurden wir zu eine Wanderung eingeladen.

 






Kommentare

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