Mo 14.3.2005 - Mauretanien

Nächtlicher Besuch

In der Nacht kommt noch jemand mit einem kleinen Geländefahrzeug, wie wir anhand der Spuren sehen vorbei. Polisario oder Militär oder Polizei oder neugierige Einheimische – wir wissen es nicht bis Ibrahim kurz nach Sonnenaufgang vor uns steht. Stellt sich zunächst als Naturparkwächter vor, wohl um abzukassieren, ist jedoch total freundlich und wir verstehen natürlich nicht was er meint. Die Uniform ist eine geniale Mischung: Rangabzeichen vom Militär, daneben ein Posthorn und das Emblem der Securitè. Es stellt sich bald heraus, dass er vom Militärposten 10 Kilometer entfernt ist und kennt sich auch wirklich gut mit der Flora der Gegend aus.

Afrikanischer Grenzübertritt

Die marokanische Grenze ist angenehm – man fragt uns zwar ob wir Alkohol übrig hätten für die Grenzer und nach Parfum. Wir haben eben nichts davon und weiter geht’s ins Niemandsland, dass diesen Namen auch wahrlich verdient. Gleich nach der Grenze so um die 5 Kilometer brutale Piste und verwirrende Verzweigungen – abseits der Wege Mienen. Holpern hinter einem Marokkaner und einem Franzosen hinterdrein. Der Wagen des Marokkaners gibt auf der Piste den Geist auf. Die Skizze mit der Beschreibung vom Deutschen Gerolf hilft uns beim letzen Stück weiter, als auch der Franzose nicht mehr weiter weiß. Der erste mauretanische Posten ist höflichst korrekt, kontrolliert nur die Pässe und trägt alle Daten feinsäuberlich in sein Büchlein ein. Gides wollen uns in die Stadt führen – sie lassen jedoch bald von uns ab. Die Visa bekommen wir ein paar hundert Meter weiter in einem Häuschen aus Pappe. 110.- Euro verlangt der nicht mehr so korrekte Staatsdiener für unsere beiden Visa – 10 zuviel, die sich der Beamte wohl einsteckt. Weiter zum Zoll, den wir übersehen. Der Zöllner winkt uns zurück. Bevor er uns Batterien, ein kleines Fläschen Parfum und 10 Euro „Stempelgebühren“, die er sich natürlich einsteckt , abpresst, geht er noch fleissig zu Allah beten – verlogene Heuchlei! Wirft dann nicht einmal einen Blick ins Auto und wir sind im Land.

Der längste Zug der Welt

Die Straße nach Nouâdhoubou ist neu asphaltiert, wenige hundert Meter neben der Eisenbahnlinie. Der Zug fährt gerade mit Schrittempo an uns vorbei, vorne ziehen 3 Loks und hinten schieben 2 Loks die rund 200 Wagons mit Eisenerz donnernd an uns vorbei. Der Zug ist auvh noch der Schwerste der Welt und versorgt Nouâdhibou mit Wasser. Ein Typ bleibt stehen und bietet sich an uns zum Campingplatz zu bringen, zu dem wir ohnehin wollten – erspart uns diesmal die Sucherei – praktisch. Der erste Polizeiposten heißt uns herzlich in Mauretanien willkommen, der nächste dann wenige hundert Meter weiter will schon wieder Parfum oder ein anderes „Cadeaux“. Wie schlecht wir plötzlich französisch verstehen – der Beamte gibt auf – hat glücklicherweise nicht diese Allmacht der Grenzer. Rund acht Kilometer vor der Stadt ist die Straße noch nicht fertig. Mehrere Spuren – eine gleich wie die andere schlängeln sich neben der Bahnlinie nach Nouâdhibou.

 







Kommentare

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