Sa 11.6.2005 – Do 16.6.2005

Schlafentzug

Erkunden die Stadt zu Fuß. Bei der Suche nach einem Restaurant und einem Kino geht der gesamte Nachmittag drauf. Zurück dann doch lieber mit dem Sammeltaxi.

Die Musik hat uns schon sehr zu schaffen gemacht und wir bekommen wieder kaum Schlaf. Überlegen bereits, ob wir nicht zu katholischen Mission gehen sollen.

 

Issaka, der malische Consul

Besuchen heute Issaka, den Consul Général von Mali, einen guten Jugendfreund von Uzbain aus Bamako und geben ihm seinen Brief. Issaka lädt uns spontan bei sich zu Hause ein als seine Gäste zu wohnen. Sahen wir bereits so müde aus? Wir nehmen dankbar an. Isska ruft uns auch den Botschafter vom Tschad an und läßt uns hinbringen, damit wir die neuesten Informaionen zur Lake Tschad-Region in Erfahrung bringen können. Erfahren, dass die Umrundung derzeit was die Rebellen angeht problemlos sei und die Regensaison noch nicht richtig eingesetzt habe. Beschließen uns am nächsten Tag das Visa zu nehmen, da wir keine Passfotos dabei haben.

Zu Mittag essen wir mit Issaka, dem Finanzminister und der malischen Gesandten in Brüssel zu Mittag. Die Stimmung ist überraschend angenehm und locker, sodass wir uns sofort wohl fühlen. Einzig unser Französisch könnte etwas besser sein, macht es tiefschürfende Gespräche doch etwas schwierig.

 

Naturheilkundefans unter sich

Issaka ist sehr an Naturheilkunde interessiert, wie wir bereits bei der ersten Begegnung merkten. Er nimmt auch ein Pulver zur natürlichen Malariaprophylaxe zu sich und schenkt uns eine Miel-, Honigtinktur, die vorbeugend genommen vor den meisten Infekten schützt. Wir lassen ihn natürlich auch unsere neu erworbenen Naturheilschätze kosten und Issaka klärt uns gleich über eine weitere Wirkunk des Baobabpulvers auf. Es hilft gegen einen Parasiten, der sich bevorzugt im Salat aufhält und die Innereien zerfrißt. Sind wir froh, dass wir den Salat immer gründlich mit Chlor behandeln.

Visum für den Tschad und die deutsche Botschafterin

Das Visum für den Tschad bekommen wir so schnell wie noch kein anderes und gehen dann auf die deutsche Botschaft, um die unnötige europäische Versicherung zurückzulegen samt Papieren. Die Botschafterin nimmt sich ein wenig Zeit für uns: „Die Botschaft befindet sich seit zwei Jahren im Wiederaufbau und leider haben wir noch keine Konsularabteilung, die dafür zuständig wäre!“ Dafür war sie auch in Kingshasa im Kongo stationiert, ist nicht leicht zu erschrecken und kennt sich aus. Sie meint, dass unsere Idee uns von Bangui in der ZAR über den Ubangui und Kongo nach Kingshasa zu verschiffen gut sei. „Das Ausschiffen in Kingshasa wird dann eine Riesenaktion. Die Straßen in den Süden sind derzeit alle gefahrlos befahrbar, habe ich vor zwei Tagen bei einem Telefonat mit einem Freund erfahren. Erkundigt euch aber bitte nochmals vor Ort und checkt die Seiten des Auswärtigen Amtes.“, meint die Diplomatin. Kompetente Information und damit sind die Würfel gefallen.

Änderung der Reiseroute

Wir wissen endlich, wie wir der Regenzeit ein Schnippchen schlagen und Straßenräuber, marodierende Banden und korrupte Polizisten elegant im Kongo umschiffen. Damit verlängert sich natürlich die Reise, müssen wir dann noch weiter runter und durch Angola bis Namibia, um uns via Sambia und Malawi wieder nordwärts zu tasten.

Französische Botschaftsgeschichte

Bei den Franzosen wollen wir unser Visa für die ZAR ausbessern lassen. Wir haben zwar ein dreimonatiges Einreisefenster mit einem Monat Gültigkeit in Bamako bei der französischen Botschaft beantragt, doch leider ist alles nur einen Monat gültig – ein Fehler der Botschaft in Bamako, sie haben sich einfach verschrieben. Die Botschaft in Niamey ist nicht für uns zuständig, also müssen wir rüber zum Konsulat. Frau Elisabeth Hounhanuu ist die Unfreundlichkeit in Person und erklärt uns immer wieder, dass wir ein neues, voll zu bezahlendes Visa, beantragen müssen. Sie weigert sich in Bamako anzurufen, um sich unsere Angaben bestätigen zu lassen. Rüdiger freundlich bleibend: „Sie repräsentieren doch den französischen Staat, oder?“ – „Ja?“ – „Dann müssen sie doch für einen Fehler, den der französische Staat gemacht hat gerade stehen?“ – „Ja, aber nur wenn wir den Fehler selbst gemacht haben!“ Ein sehr eigenartiges Verständnis von Zuständigkeit, steht sie doch für den Staat an sich. Gehen nochmals zur französischen Botschaft und die empfehlen uns mit dem Konsul persönlich zu sprechen, ein Visa müsse gratis möglich sein, doch würden wir das Geld erst später refundiert bekommen!“ – „Wir sind in Afrika, und sehen dann das Geld sicher nie wieder!“, meint Gisi zu dem tollen Vorschlag. Also wieder rüber zum Konsulat und einen Termin vereinbaren.

Der französische Konsul hat leider keinen sehr guten Ruf, wie wir bald festgestellt haben... und trägt damit sicher nicht zum Ruhm der Grande Nation bei. Mal sehen, wie das Treffen wird.

 




Kommentare

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