Sa. 12.3.2005

Wasser fassen

In El Argoub bekommen wir endlich wieder besseres Wasser. Beim Kontrollposten fragen wir nach dem Wasser. Werden nach hinten geschickt zu einem kleinen Wasserturm samt Zisterne. Das Wasser kommt warm aus der Erde und kühlt in der Zisterne auf Trinktemperatur ab. Mazini Mohamed, ein Soldat, bewacht die Wasserstelle. Hafid, der Zivilist von der Straßensperre, ist seine Wäsche waschen gekommen, um mit uns zu plaudern. Die beiden interessieren sich für unsere Reise. Mazini Mohamed versteht nicht, was uns Europäer an Afrika so interessiert: „Europa ist doch so viel schöner.“

Die weißen Sanddünen

Wenige Kilometer später fallen uns in einiger Entfernung weiße Sanddünen auf. Zuerst denken wir uns verguckt zu haben, White Sands ist doch in den USA! Dann kommen wir näher – doch dies ist trügerisch. Rüdiger ist in Namibia zu vermeintlich ganz nahen Dünen ein paar Kilometer spaziert. Wir beschließen deshalb hinzufahren. Der Untergrund trägt ganz gut, und mit Schwung kommen wir auch ohne Luft aus den Reifen zu lassen über die weichen Sandstellen. Wir stehen vor den riesigen, weißen, vom Wind in die Landschaft geschaufelten Sanddünen. Erst als wir oben sind merken wir, wie groß diese sind – so um die 100 - 120 Meter. Die Dünen sind ungewöhnlich tragfähig, obwohl bar jeden Bewuchses. An der windabgewandten Seite kann man jedoch herrlich in Riesensprüngen runter hopsen – ein Riesenspaß! Vorher hat uns noch Brahim zu sich ins Haus eingeladen. Da wir auf diese Geistersieldungen inmitten der Wüste schon lange neugierig waren, haben wir sie gerne angenommen. Immer das selbe Grundschema: Neben ein paar Blocks mit Neubauten sind weitere Straßenzüge rudimentär samt Beleuchtung angelegt – nur die Häuser fehlen. Brahim wohnt in L’Brda No 4 in einem dieser sterilen, jedoch hübschen Neubauten. Ali aus Laâyoune – der einzige in der West-Sahara geborene und Mohamed aus Fes, ein Lastwagenfahrer der Bleiwerke gesellen sich zu uns. Es gibt den obligatorischen Tee mit Brot und einem Marmeloade-Olivenölgemisch. Alle drei arbeiten beim Abbau von Blei. In den weißen Dünen befinden sich dunkelgraue Kügelchen, das Blei.

Der letzte Apostel

Wir suchen uns wie immer ein nettes Plätzchen für die Nacht. Erst als die Wüste wieder hügeliger wird, biegen wir über den gut tragenden Sandgrund ab in Richtung Strand. Dabei müssen wir immer sehr vorausschauend fahren – einmal eingegraben bedeutet fast eine halbe Stunde Arbeit zum Luft ablassen, ausbuddeln und wenn gar nichts mehr geht, Sandbleche unterlegen – die sind jedoch so richtig gut verstaut. Wir erreichen jedoch ohne Probleme die atemberaubende Steilküste, die 29 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Davor in rund 100 Meter Entfernung hat die Erosion ein phantastisches Kunstwerk geschaffen. Ein Felszacken ragt auf gleicher Höhe wie unser Plateau empor, ganz ähnlich wie die berühmten 12 Apostel in Australien. Analog dazu haben wir ihn den Letzen Apostel getauft.

Fisch gegen Fisch-T-Shirt

Ein paar hundert Meter weiter stehen ein paar Zelte mit Fischern. Wir beobachten auch noch einige unten am Strand – durch eine Spalte im senkrechten Fels führt eine natürliche Rampe auf den Strand. Zwei Fischer, einer spricht von seinem Spanienaufenthalt sogar Spanisch, besuchen uns mit 2 Langusten. Sie wollen mit uns tauschen. Wir mögen jedoch viel lieber Fisch. „Kein Problem, wir kommen gleich wieder.“ In der Zwischenzeit rätseln wir wieder mal was wir denn nun noch tauschen könnten. Zwei T-Shirts, die wir als Puffer in einer der Kisten verwenden könnten ihnen gefallen. Die beiden kommen mit einer ganzen Kiste Fisch wieder – zwei davon wollen wir für’s Abendessen. Eines der T-Shirts hat passender weise ein Fischmotiv und so ist unser Tauschhandel perfekt.

Weitere Bilder unter Bilder - Afrika - Westsahara und es sind uns leider ein paar nach Marokko gerutscht. Aufgrund der langsamen Verbindung bleiben sie mal da.












Kommentare

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