Sa 19.3. – Mo 21.3.2005

En Mauretanié il y a beaucoup de sable

meinten Franzosen mit Wohnmobil (!) zu uns, die verzweifelt nach Marokko zurückgekehrt waren.

Ein LKW biegt zu uns rüber – erkundigt sich, ob alles in Ordnung ist. Auf Pisten muß man zusammenhalten. Gräbt sich einer ein, ist der Nachfolgende sofort zur Stelle und hilft. Die Piste ist nach rund 60 Kilometern zu Ende und es geht auf Asphalt weiter. Pumpen die Reifen wieder auf Normaldruck auf. Jedes Mal mit der Handpumpe bei über 40 Grad im Schatten pumpen dauert so seine Zeit und der innere Schweinehund gewinnt immer wieder, wenn es darum geht Luft abzulassen oder nicht. Keinen Kompressor mitzunehmen war nicht gerade besonders schlau – wissen wir doch eigentlich von unseren Erfahrungen aus Namibia, wie oft man so am Tag pumpen muss, um sich dem Untergrund ideal anzupassen. Beschließen in Nouakchott nach einem Kompressor zu fahnden – hoffentlich kein sinnloses Unterfangen. Am Abend gefällt uns ein beigegelbes Dünenfeld besonders gut – wieder einegegraben und diesmal auch mit Hilfe der Sandblechen befreit – der innere Schweinehund siegte mal wieder. Mit 1 bar fahren wir dann bequem wie auf Schienen auf dem losen Dünensand – warum nicht gleich so! In der Nacht kommen wir uns in der Dünenlandschaft wie in einem Traum vor – bei Windstille sind absolut keine Geräusche wahrzunehmen .

 

Wellblech

Am nächsten Tag: Die Fahrt durch die Wüste ist abwechslungsreich, die Farben wechseln genauso wie die Formen der Wüste. Dann vor Nouakchott gibt es wieder Piste – sandig mit schönem Wellblechabschnitten dazwischen – besonders die extrem schweren mit Sand beladenen LKWs für den Straßenbau sind die Schuldigen! Bei Wellblech gibt es nur zwei Möglichkeiten, entweder langsam ausfahren oder beschleunigen, bis die fast erträglivh werden – leider liegt dieser Punkt meist jenseits von 70-80 km/h, abhängig vom Abstand und der Höhe der Wellen. Man muß sehr konzentriert fahren und immer wieder Vollbremsungen hinlegen.

Die verrufene Stadt

Über Nouachott haben wir die Schlimmsten Dinge gehört – beispielsweise sei die Polizei extrem korrupt - waren jedoch die ersten Polizisten die nach keinem Cadeaux fragten und freundlich mit uns plauderten. Die Stadt selbst strahlt eine entspannte Stimmung aus, und schnell haben wir uns zu einem Geschäft mit Kompressoren durchgefragt – leider zu!

Beim Supermarkt klopft eine Waschmaschinenmechaniker für uns an die Türe: „Touristen wollen etwas kaufen!“ Der libanesische Besitzer läßt uns ins Schlaraffenland mit europäischen Produkten ein.

Einspielen wird inzwischen zur wahren Geduldsprobe, dabei sind die Leitungen nicht mal so langsam, wenn sich nicht alle eine einzige Verbindung teilen müssten. Sobald das Internetcafe voller wird: Rien ne va plus.

Der Kompressor

Diesmal hat der Laden mit den Kompressoren offen. Der libanesische Besitzer hat sogar drei Modelle für 12V zur Auswahl, wir probieren mal den Leistungsstärksten aus. Funktioniert einwandfrei und der Preis des Händlers ist im Vergleich zum europäischen Preis ein wahres Schnäppchen. In einem Rohbau, dem zukünftigen Geschäftslokal des Libanesen können wir unsere Wasservorräte ergänzen – Wasser ist rar in der Stadt und wird mit LKWs von der 70 Kilometer entfernten Quelle her transportiert. Die Pipeline ist bereits in Bau.

 

Bei Ali II und Alia

Sind in der Nacht noch über 100 Kilometer gefahren und sausen weiter Richtung Atâr. Die Farben der Sandwüste berauscht unsere Sinne – ockergelb, lachsrot. Beschließen 30 Kilometer vor Atâr zur nie versiegenden Quelle von Terjit abzubiegen und geraten die 10 Kilometer dorthin auf das übelste Wellblech aller bisherigen Reisen, ein wahrer Albtraum. Die idyllische bergig-sandige Landschaft belohnt uns für unser Durchhaltevermögen. Am Ende der Straße wohnt eine Sippe – Ali lädt uns ein bei ihm zu nächtigen. Reifendruck reduzieren macht mit dem neuen Kompressor in petto richtig Spaß – auch Alis Kindern, die uns tatkräftig unterstützen und auch an Hidalgo herumturnen. Hinter Alis Haus lauert übler Weichsand – mit 1 bar jedoch problemlos befahrbar.

Beim ersten Tee will uns Ali eine Reise mit einem Landrover oder einen Kamelritt organisieren – oder wollen wir vielleicht eine der diversen mauretanische Kostbarkeiten, die er feinsäuberlich vor uns aufbreitet kaufen. Wir erklären Ali freundlich aber verständlich, dass wir eigentlich nichts kaufen wollen. Dabei haben wir zuvor mehrere male nachgefragt ob er die Einladung wirklich erst meine oder ob wir ihm für die Übernachtung etwas bezahlen sollen – sind schließlich bereits vorsichtig geworden.

 








Kommentare

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