Sa 26.2. – Mo 28.2.2005

Duell auf der Straße

Die Straße verengte sich bei der Abzweigung vor Amerzgane zu einer Fahrbahn mit anfangs noch relativ gut befahrbarer Bankette bei Gegenverkehr. Rund fünfzig Kilometer später zunächst große Freude: Die Straße wurde wieder breiter – doch gerade nur so breit, daß zwei Fahrzeuge aneinander vorbeikommen, wenn beide mit halber Reifenfläche am Rand fahren. Die Bankette liegt meist zehn Zentimeter tiefer. Entweder man fährt knapp aneinander vorbei – bei 60 km/h ein Nervenkitzel, oder es weicht einer aus, da nur wenige Zentimeter bei den Spiegeln übrig bleiben. Es kommt nur darauf an, wer die besseren Nerven hat. Bald hatte es Rüdiger heraus. Mit 80 km/h auf den anderen in der Mitte zusteuern, knapp bremsen und nur, wenn der andere gar nicht reagiert runter und ausweichen. Damit blieben wir in 7 von 10 Manövern auf dem Asphalt. Bei den LKWs müssen jedoch die Kleineren ausweichen. Wichtig ist es so spät wie möglich auszuscheren, da sie einen ansonsten ganz von der Straße abdrängen. Es gibt jedoch auch erfreuliche Ausnahmen bei den Brummis. Gisis Methode war, auf den anderen langsam, jedoch in der Mitte verbleibend, zuzufahren und fast stehenzubleiben. Das selbe Resultat: Die anderen weichen aus und Hidalgos Reifen werden somit geschont.

Die Wüste wechselte ständig ihr Gesicht. Mal wie in Arizona mit Kakteen dazwischen, dann wieder ockerfarbiger Fels ...

Die grüne Wüste

Bei Agadir Touksous bogen wir auf eine Nebenstraße ab und innerhalb von 10 Kilometern änderte sich die Landschaft radikal - es wurde grün. Es zieht sich von Agadir weit über 100 Kilometer ein breiter Grünstreifen mitten in die Wüste hinein. Das nahe Atlasgebirge dürfte für dieses Wunder verantwortlich sein. Außerdem ist heuer der kälteste und regenreichste Winter seit 15 Jahren. Bis jetzt hatten wir Glück mit dem Wetter. Andrea und Mario, zwei Mühlviertler, die wir in Abaïnou, 15 Kilomter nördlich von Goulemine bei den Thermalquellen trafen, hatten wahre Schlammschlachten auf den Pisten, weiter südlich hinter sich.

Sahara bei Regen

Heute Montag erlebten auch wir den ersten Regentag inmitten der Sahara in netter Gesellschaft mit Andrea, die in Wien Medizin studiert und Mario, der bei der Berufsfeuerwehr in Linz arbeitet. Die beiden sind mit einem selbst umgebauten Toyota Pickup 2 Monate unterwegs. Andrea verweigerte die Weiterfahrt in Richtung Mauretanien und Senegal, doch Marokko hat für Offroadfans auch genügend zu bieten. Die beiden haben Bier dabei – köstlich nach so langer Durststrecke – und luden uns auf eine Runde zum plaudern ein. Henderl am Lagerfeuer

Mario gab auch köstliche Geschichten von seinen Einsätzen zum besten: „In Linz gibt es eine Siedlung in der viele Afrikaner leben. Wir wurden gerufen, da es aus einer Wohnung rauchte. In voller Montur mit Atemschutzmaske und dem Hochdruckschlauch im Anschlag standen wir in der Wohnung. Die Türe aufgebrochen. Am gefliesten Boden saß ein leicht erschrockener Afrikaner mit seinem Henderl über einem Lagerfeuer. In der Küche der Herd noch original verpackt. Er meinte zu uns, dass er es zu Hause auch immer so mache.“

 

 











Kommentare

Anzeige: 1 - 4 von 4.
 

PhyllisBlipt PhyllisBliptZG aus PhyllisBlipt

Mittwoch, 26-04-17 22:53

wh0cd284717 buy propecia

 

business liability insura business liability insurance florida aus QlTMK2OD

Montag, 27-10-14 19:40

Your post captures the issue perfectly!

 

automated currency tradin automated currency trading aus GbSo3declh

Montag, 27-01-14 00:53

That's really thinking at an impressive level

 

Sebastian Sebastian aus aQ2zyyr0i2Y

Donnerstag, 02-01-14 02:10

Akombe | (08:47) Personne n'a encore montre9 sa maiosn ou sa richesse.Pourquoi tu le fais???Personne ne peut nous dire qu'il va gagner le combat tout seul.Alors,arreater de s'attaquer inutilement.

 
 

Kommentar abgeben

Ins Gästebuch eintragen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz