Sa 2.7.2005

TAG 3

Der Konvoi

Der Zöllner hat uns nur 6 Tage bis Bol gegeben, um dort unser Passavant Descriptif, die temporäre Einfuhrgenehmigung für Hidalgo verlängern zu lassen – es sind jedoch über 200 Kilometer bis dorthin. Eine echte Herausforderung, schaffen wir normalerweise gerade rund 35 Kilometer pro Tag – ein bis zweimal vergraben inklusive. Ein Konvoi von Geländefahrzeugen mit einigen 4WD-PKW fährt winkend an uns vorbei. Super, die PKW haben weniger Bodenfreiheit als wir. Können nachher bequem die Route nachfahren.

Das rettende Militär

Bei einem Weichsandhindernis mit tiefen LKW-Spurrillen übersehen wir den rettenden Bypass, der in rechtem Winkel steil die Böschung hinuntergegangen wäre. Mist! Vollgas und mal sehen wie weit wir kommen. 10 Meter vor tragendem Grund sitzt Hidalgo auf. Autsch! Das wird schwer. Der Sand ist in der Mitte durch Regen besonders schwer und fest. Zuerst einmal die vordere Bodenplatte freilegen. Weiter hinten sitzt nichts auf. Sandbleche unter die Hinterräder, Holzbretter unter die Vorderräder und normalerweise sind wir dann draußen. Diesmal sitzen wir jedoch tiefer. Sogar die Sandbleche konnten das Gewicht nicht tragen und sind beim losfahren abgesackt. Jetzt sitzt auch der Tank, das Differential und der Reservereifen auf. Na toll! Also Gewicht raus! Rüdiger hat gerade den Reservereifen und das Differential ausgegraben, da kommen zwei Pickups mit Militärs aus dem Niger – multinationale Eingreiftruppe für den Lac Tchad, Tschadsee oder Grenzverletzer? Uns egal, die könnten uns jetzt helfen, denken wir. Sie haben jedoch an dieser Stelle auch so ihre Probleme mit dem darüber kommen und können uns damit nicht herausziehen. „Pas de probleme!“, meint der Kommandant! „Un, deux. trois!“, gibt Rüdiger das Signal zum Schieben. Wir sind draußen und gleich wieder verbuddelt, diesmal jedoch nur oberflächig. Bleche wieder drunter und wieder vergraben. Diesmal glaubt man Rüdiger, dass doch noch der Luftdruck reduziert gehört. „Un, deux. trois!“ – und wir sind frei. Gerade noch rechtzeitig, denn seit wenigen Minuten tobt ein Sandsturm. Die Soldaten helfen uns noch schnell unsere schwere Ausrüstung zu Hidalgo zu tragen und ziehen eilig von dannen. Wir drehen uns halbwegs in den Wind und warten den Sturm ab. Nach einer Stunde legt sich der Sturm langsam und wir können weiter. Der Sandsturm hat die tiefen Spurrillen beseitigt und so werden die nächsten Kilometer einfach. Erst gegen Abend kommen wieder ein paar mühsamere Stellen, wo wir mit Geschwindigkeit gegen das Versanden ankämpfen. So schlecht tragenden Sand haben wir in der Sahara sonst nie erlebt. Das Problem dürfte die Mischung aus Feuchtigkeit, Sand und organischem Material sein. Im Hintergrund das Wetterleuchten ...

 





Kommentare

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