Sa 5.2.2005

Ein wunderschön erhaltenes Ordensspittal ist das Hospital de San Juan, dass wir beim Suchen des Einganges zur Kirche nebenan fanden. Die Jahrhunderte alten Wandmalereien sind noch schön zu erkennen und geben uns eine Vorstellung, wie bunt früher auch unsere Kirchen einmal ausgesehen haben. Zum Abschluß gingen wir noch einmal ins Zeluan, unserem Lieblingslokal in Granada.

Eine der Salatkreation hat uns besonders gemundet:

Diverse grüne Salate, wie Vogerl- und Endiviensalat, der rote Salat, dessen Name uns jetzt nicht einfallt, Avocado mit Mangomark, Sardellenringe und eingelegte Paprika. Das Ganze mit naturtrübem Olivenöl, Balsamico abmachen und mit Cocktailtomaten, Mango- und Himbeermark garnieren.

Die Kellner des Zeluan, verstanden es überhaupt uns zu verwöhnen und immer wieder zu überraschen. Es gab immer eine Kleinigkeit als Vorspeise. Einmal bekamen wir am Abend einen Orangenwein zu kosten. Dieser Wein, der jahrelang in Fässern aus Orangenbaumholz gelagert wurde schmeckt unvergleichlich. Er bekommt durch die Lagerung und den Reifungsprozess ein unvergleichlich fruchtiges in manchen Nuancen auch ein wenig an Portwein erinnerndes, Aroma.

Von Granada fuhren wir an die Küste und freuten uns schon auf ein schönes Plätzchen am Strand. Doch wir hatten die Rechnung ohne die Spanier gemacht. Ab Malaga bis fast Algerciras ist die gesamte Küste durchgehend (!) verbaut. Manchmal sind noch ein paar hundert Meter freigelassen, wo schon eine Tafel mit dem nächsten Hotel samt Golfanlage droht. Anblicke, die man nie vergessen wird: 45 Baukräne alleine auf einem einzigen Hügel oder Hochäuser an der Autobahn, die großspurig mit Meeresblick werben. Stadt Costa del Sol, wäre eher Coste del autopista angebracht. Die A7 führt mit wenigen Ausnahmen entlang der Küste. Ab und zu mal durch eine Bundestraße unterbrochen . Was also an Marbella und Co dran sein soll ist uns ein einziges Rätsel – ein gigantisch langer Autobahnstrandalbtraum.

Unseren Strandpatz konnten wir uns also aufmalen. Nach langem Suchen und Herumirren fuhren wir eine Stichstraße 14km in die Berge. Da begann es zu regnen - zum ersten Mal auf der Reise. Ein Schild zu einem Restaurant kam uns ganz gelegen. Nach dem Essen war der Regen vorbei und unser Nachtplätzchen hoch oben auf einem Hügel bald gefunden.

 




Kommentare

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