So 29.5.2005 – Mi 1.6.2005

Das Mangomarmeladenexperiment

steht heute auf dem Programm. Rüdiger zaubert aus 2 Riesenmangos, Erdbeergelee – neutrales gab es nicht - und braunem Rohrzucker fast 5 Kilo Marmelade. Schmeckt zwar mehr nach Erdbeere, als nach Mango, doch besser als die gekauften Konfitüren der letzen Monate. Ergo: Experiment geglückt!

Die Geschichte mit dem Zelt Teil II

Mal sehen, was man sich heute hat einfallen lassen. Der Spalt ist nur noch 3 Zentimeter und das Stoffdreieck, das verhindern soll, das Insekten in der Kante, wo die Reißverschlüsse aufeinander treffen, wurde einfach weggetrennt – Reife Leistung!

Die Geschichte mit dem Zelt Teil III

Der Spalt ist zu, das Stoffdreieck auch in Position, dafür sind die Nähte großteils locker und ein 3 Zentimeter großer Schlitz befindet sich im Zeltgewebe. Langsam werden wir wirklich böse! So doof kann man doch nicht sein? Afrikanische Mentalität hin oder her, so etwas geht einfach zu weit. Einer der Brüder will das Geld und nichts mehr ändern, da sein halbblinder (?) Vater ja schon so lange gearbeitet habe. Das interessiert uns natürlich nicht, da nur das Ergebnis zählt und nach einem Brüller von Rüdiger werden die Dinge doch in Ordnung gebracht. Dabei müssen wir jede Naht mehrfach kontrollieren und rund zehn mal urgieren... Eine Stunde später sind die Reißverschlüsse eingenäht – funktionieren tun sie und Hundertwasser hätte an den Nähten seine reinste Freude gehabt. Dem nächsten Näher sehen wir mindestens eine Viertelstunde bei der Arbeit zu, damit wir wissen ob er sein Handwerk versteht. Hier ist jeder einfach alles, damit er Geld verdienen kann.

 

US Peacecorps

Maggie arbeitet für das Peacecorps, einem verlängerten Arm der Us-Regierung, um Ortschaften zu entwickeln – und wohl auch um Bedürfnisse nach amerikanischen Waren und Werten zu wecken – ist keine NGO!

Maggie ist eine der vielen Idealistinnen, die ein wenig „Verbesserung“ bringen wollen und ist ziemlich zynisch drauf. Sie fragt uns: „Weshalb besorgen sich die Männer keine Pflüge mit Ochsen?“ – Wir wissen die Antwort nicht – „, Why to buy one, he has his wife! – Weshalb einen kaufen, er hat ja seine Frau (mit dem Grabstock)!“

Wir fragen sie was sie über die Beschneidung in Erfahrung bringen konnte. „Darüber spricht man mit mir kaum. Ich weiß nur das viele glauben, dass Babys bei Berührung mit den Schamlippen sterben - ebenso die Männer! Außerdem werden unbeschnittene Frauen nicht geheiratet.“ Über George Bush: „Why the votetd for him? Because he is as dumb as the nice idiot next door! – Weshalb sie (Anmerk.: die Amerikaner) für Bush gestimmt haben? Weil er genauso einfältig ist wie der nette Idiot von nebenan!“

Maggies Projekte sind die Vergabe von Mikrokrediten und der Anbau von Soja. „Besteht dafür überhaupt ein Markt?“, geben wir zu bedenken. Maggie ist sich da noch nicht so ganz sicher, da sie erst 13 Monate von 24 hier ist. Unsere Meinung dazu: Wir denken, das hier wieder mal an den Bedürfnissen der Leute vorbei agiert wird und sie mit Dingen beglückt werden, die sie gar nicht benötigen. Entwicklungshilfe mag zwar gut gemeint sein, richtet jedoch vielerorts, wie wir bisher mitbekommen haben gewaltigen Schaden an. Weshalb läßt man die Leute nicht ihre eigenen Wege gehen. Einer von Rüdigers Uniprofessoren aus dem Sudan meinte einmal: „Wenn diese gesamte verlogene und in Wahrheit letzen Endes nur auf Gegengeschäft aufgebaute Entwicklungshilfe eingestellt werden würde, könnte sich Afrika erholen und würde bald auf eigenen Beinen stehen. Doch Gold, Diamanten, Coltan, Tropenholz (hier soll der Volkswagenkonzern im Kongo federführend gewesen sein) und andere Rohstoffe sind eben zu verlockend. Weshalb baut wohl die EU nagelneue Straßen in Burkina Faso? Aus reinster Nächstenliebe?

 

Treffen wieder Stefanie und Martin

Sind mit dem Packen fertig und wollen in 10 Minuten losfahren, da biegen doch tatsächlich Martin und Stefanie, die wir in Bamako kennen gelernt haben, mit ihrem kleinen Fiat-Panda um die Ecke. Die Freude ist groß und es gibt viel zu erzählen. Entschliessen uns zu bleiben und gehen gemeinsam mit auch mit Henry und Kerstin in unser Lieblingslokal ein köstliches Buckelrindsteak essen. Feiern auch Kersins Genesung, im Blut sind keine Malariaerreger mehr zu finden – plop, beinahe hätte sie eine Sheabutternuß getroffen! Stefanie und Martin wollen sich von Ghana nach Südafrika verschiffen lassen. Damit sind wie die einzigen auf der Strecke, die der Regenzeit trotzen. Charly und Sylvia, die anderen Schweizer mit ihrem hochgezüchteten Toyota haben sich ebenfalls verschiffen lassen, erfahren wir von den beiden - ist natürlich kostenintensiver und man kann nie so sicher sein, was vom Auto noch ankommt – bei manchen angeblich nur noch Teile der Karosserie, wenn man ohne Container verschifft. Dem Grazer Alex, den wir in der Westsahara trafen hat die Verschiffung leider die Reise verkürzt – er ist gerade heimgeflogen und Stefan muss jetzt alleine weiter.

 

Plaudern den lieben lagen Tag, es gibt ja so viel zu erzählen und auszutauschen. Sind genauso wie wir seit Bamako niemandem mit eigenem Fahrzeug begegnet. Wollen am späten Nachmittag endlich los, da regnet es und Stefanie lockt mit ihrem köstlichen Nudelsalat. Feiern am Abend mit den beiden unser 5-monatiges Reisejubiläum.

 






Kommentare

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