So 5.6.2005

Sonntagsbesuche

George hat heute zum ersten mal seit langem den gesamten Sonntag frei. Zuerst besuchen wir Christine eine amerikanische Englischlehrerin und bekommen köstliche holländische Pancakes. Natürlich kommen wir irgendwann auf George Bush zu sprechen. Als Auslandsamerikanerin versteht sie ihre Landsleute genauso wenig wie wir: „Bedenkt jedoch, dass 85% der Amerikaner keinen Paß besitzen und nie über den Tellerrand schauen...“ Danach fahren wir quer durch Ouaga, um Brigitta zu Hause in ihrem geräumigen Haus zu besuchen.

Funktionierende Entwicklungshilfe

Brigitta ist mit ganzem Herzen Entwicklungshelferin. Sie versucht immer bei Projekten die Bedürfnisse der Menschen herauszufinden, um gezielt zu helfen. Beispielsweise wollen Frauen in einem Dorf in die Seifenproduktion einsteigen, also organisiert Brigitta Kurse zu Seifenherstellung. Diese Vorgehensweise hebt sich angenehm von den Zwangsbeglückungen mancher Hilfsorganisationen ab. Brigitta versucht auch altes Heilwissen zu bewahren. Am Anfang waren die Leute nicht begeistert und meinten zu Brigtta: „Jetzt erklärt ihr (Westler) uns Jahrzehnte lang, dass dieses Wissen nichts wert ist und auf einmal soll es doch was wert sein?“ – Brigitta ist jedoch sehr überzeugend und die Menschen in den von ihr betreuten Dörfern waren von den Workshops begeistert: „Jede Frau kam mit einer anderen Pflanze aus dem Busch und ihre Augen leuchteten vor Freude.“ Aus der Zentralafrikanischen Republik brachte Brigitta das Wissen um den „Black Stone“, den schwarzen Stein, nach Burkina. Er dient zur Entgiftung bei Schlangen, Skorpion und anderen Giftierbissen und besteht aus einem speziell behandelten Röhrenknochen. Er wird an die leicht aufgeritzte Bißstelle angesetzt, um sich dort festzusaugen, um das Gift zu neutralisieren. Wenn er fertig ist, fällt er einfach ab und kann in Milch eingelegt wieder fit für den nächsten Einsatz gemacht werden.

Kanada

George hat seine 7-Tage Arbeitswochen satt und wandert im August nach Ottawa - Kanada aus, um in seinem Gebiet, der Elektrotechnik, zu arbeiten. Ein Semester muß er an der technischen Uni anhängen, damit sein syrischer Uniabschluß anerkannt wird. George freut sich schon darauf, nur die Kälte bereitet ihm einiges an Kopfzerbrechen.

„Oh, how they live here!“

Nachdem wir den ganzen Tag miteinander verbracht haben bringt uns George in der Nacht in die Lehmdorfsiedlung zu unserem Campingplatz zurück. George meint, als er uns auf der holprigen Piste durchs dunkle Dorf führt leicht entsetzt: „Oh, how they live here!“ George hat mit seinem Job nicht gerade viel Zeit und wohl zum ersten mal ein richtiges Dorf in Burkina angesehen. Die Leute leben hier im Vorort ganz nach ihren Bedürfnissen und haben sogar eine gut funktionierende Infrastruktur mit Geschäften, Markt und Telefon. Strom gibt es eben keinen, dafür Petroleumlampen und viel Leben auf den nächtlichen Straßen – unglücklich wirken die Menschen nicht gerade.

 





Kommentare

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