So 9.10.2005

Banditen wollten uns berauben

Angola kurz nach der Grenze von der der DRKongo im Dorf Nkwa-Nza. POCH, POCH! In aller Früh klopft jemand an die Seitentür und brüllt mit unguter Stimme: „Monsieur le blanche! Monsieur le blanche!“ – Weißer Herr! Weißer Herr!“ Wir reagieren selbstverständlich nicht, denn es könnten noch die fiesen Typen von gestern sein. Somit bekommen wir noch eine Stunde länger Schlaf.

Ein skurril Uniformierter kommt zu uns, weiß jedoch nicht, wie er sich uns gegenüber verhalten soll. Wir wissen dies dafür umso besser! „Was war denn da gestern Abend eigentlich los?“ – „Nichts!“ – „Was heißt da nichts, da war doch eine wilde Schlägerei im Gange!“ – „Nein, nein, das war nichts!“ – „Wo ist Miguel, der Chef des Dorfes?“ – „Der ist das Militär informieren.“, meint der Papier-in-Plastik-Abzeichen-Uniformierte und sucht schnell das Weite – zu viele unangenehme Fragen. Vasco über gestern Abend: „Die Leute die gestern in der Nacht angekommen sind gehören nicht zum Dorf, das waren Banditen, die nicht verschwinden wollten!“ – „Wollten die etwas von uns oder von euch?“, hakt Rüdiger nach. „Na von euch natürlich! Die wollten euch berauben und sind vom LKW, als sie euch gesehen haben!“ – „Das heißt ihr habt uns beschützt?“ – „Na klar, ihr seid ja unsere Gäste!“ Gisi will noch wissen, weshalb der Leopardenmann gestern so tierhafte Laute von sich gegeben hat. „Das verleiht Kraft und Stärke. Als Leopard hat er übermenschliche Kräfte und spürt keinen Schmerz!“ Stimmt, vor dem pfauchenden Leopardenmann hätten wir auch Reißaus genommen. Na endlich wissen wir, weshalb wir in manchen Gegenden nicht mehr im Busch campen und den Schutz von Missionen oder Villages, Dörfern suchen. Ein großes Dankeschön an Nkwa-Nza!

Bei den Dörfern schreien die Kids Rüdiger immer wieder zu: „Padre! Padre!“ Die Kinder kennen hier wie in ganz Zentralafrika keinen Tourismus.

Mies, sehr mies!

Die Strecke ist mies, sehr mies, jedoch immer gerade noch zu meistern. Löcher, Wasserrillen und tiefe Lacken wechseln einander ab – keine 200 Meter ohne kleine Prüfungen. Merde! Unser rechter Außenspiegel verabschiedet sich, als wir uns an einem hängengebliebenen Bus vorbei zwängen – die Kotflügel bekommen auch wieder etwas ab. Autsch! Hidalgo sieht inzwischen ganz schön ramponiert aus. Fahren am Limit fordert eben seinen Tribut. Dafür sind wir allen Unkenrufen zum Trotz mit unserem 2x4-Ford-Transit bereits in Angola! Wie war das am Anfang? „Ihr schafft es nie durch Mauretanien!“ – „Wir sind aber durch.“ – „Spätestens in Mali ist Schluß!“ – „Haben sogar die Dogon im Sandkasten besucht.“ – „Den Lac Tchad schafft ihr nie!“ – „Zugegeben, hat etwas lange gedauert, aber wir sind durch!“

M’Banza Kongo

In M’Banza Kongo wollen wir bei der katholischen Mission Diesel bunkern. „Leider aus, doch es gibt in der Stadt eine Tankstelle. Die hat vielleicht Diesel“, meint Padre Gorgio aus Italien. Die Tankstelle ist heute Sonntag natürlich zu. Also zurück zur Mission!

Zuvor noch ein gepflegtes Bier mit intensiven Gesprächen. In Angola stecken sich doch die Regierungsbeamten alles in die eigene Tasche, wie in ganz Afrika. Der Bevölkerung bleibe nichts. Wir haben keine Arbeit und schaffen es gerade noch über die Runden zu kommen. In Wahrheit sind wir nicht unabhängig, da unsere Regierungen unsere Ressourcen günstigst an Europa und die USA verkaufen. Doch Europa ist das wahre Paradies, da bekomme man alles gratis!, so der einhellige Tenor der Runde. „Na so ist das in Europa aber auch wieder nicht!“, klären wir auf.

Padre Giorgo

Zurück in der Mission. Padre Giorgo lebt seit 35 Jahren in Angola Ort mit Krieg, MIG-angriffen und Artilleriebeschuß – 13 Jahre davon hier in M’Banza Kongo. Damals arrangierte er sich mit den Rebellen und der Regierung und konnte so einen Hort der Sicherheit für die leidgeprüfte Bevölkerung aufbauen. Seit dreieinhalb Jahren herrscht endlich Frieden – 4. April 2002! Gilt leider nicht so ganz für den Osten des Landes – man ist jedoch guter Hoffnung.

Der längste Krieg

Die Angolaner sind heilfroh über den Frieden. Sie freuen sich, dass langsam die Kriegsschäden beseitigt werden. Brücken werden erneuert – Straßen hoffentlich auch bald... Es braucht eben seine Zeit. 41 Jahre Krieg sind der traurige Rekord in Afrika: 1961 – 1975 der Unabhängigkeitskrieg gegen die Portugiesen, die sich richtig an ihren Kolonien festklammerten und 1975 – 2002 der Bürgerkrieg, der erst mit dem Tod von Rebellenführer Dr. Savimbi ein Ende fand. Manche meinen es habe nicht den Richtigen getroffen. Der Konflikt wurde durch den enormen Reichtum an Bodenschätzen aufrecht erhalten. Präsident de Santos bediente sich des Erdölreichtums und Dr. Savimbi finanzierte sich mit Diamanten aus dem Hinterland. Absurd auch die Rolle der Supermacht USA während des Kalten Krieges. Zeitweise beschützen kubanische Soldaten die Erdölinteressen amerikanischer Firmen gegen die von der US-Regierung unterstützen Rebellen Dr. Savimbis.

 







Kommentare

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